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30 Jahre Ökumene-Ausschuss Mainz-Weisenau

Mit einem Glas Prosecco haben wir auf das kleine Jubiläum "30 Jahre Ökumene-Ausschuss in Weisenau" angestossen.

Wenn ich ehrlich reflektiere: nach drei Jahrzehnten wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Hoffnung war groß nach dem 2. Vatikanischen Konzil auf einen gemeinsamen Tisch des Herrn, ja sogar eine gemeinsame christliche Kirche, sie hat sich nicht erfüllt.

Von den Theologen beider Kirchen wurden manche wichtigen Einigungen erzielt wie z.B. die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre Luthers zwischen der Katholischen Kirche und den Lutheranern, die aber von anderen Evangelischen Kirchen widerrufen wurde. Neue Stolpersteine wurden gelegt wie in der Vatikanischen Erklärung "Dominus Jesus", wonach die Evangelischen Kirchen nicht Kirchen im eigentlichen Sinne seien, der auf evangelischer Seite die Differenzen zwischen verschiedenen Evangelischen Kirchen, z.B. Lutheraner, Reformierte, Unierte folgten (das waren nur wenige Beispiele).

Und wir? Was tun wir in Weisenau?

Wir beten gemeinsam: an Erntedank, in den Buß- und Adventsandachten, eigentlich das wichtigste Zeichen, das sicher noch ausbaufähig wäre.

Wir hatten im Ökumene-Seminar interessante Themen:

  • Biblische Themen wie: "Vater unser", "Engel", "Petrus und Paulus", "Bibelteilen", "Gewaltlosigkeit und Gewalt in der Bibel", "Film über 10 Gebote"
  • Themen aus dem Leben: "Gemeinsame Sitzungen von evangelischem Kirchenvorstand und katholischem Pfarrgemeinderat", "Konfirmation und Firmung", "Leben in unserer Hand - Patientenverfügung", "Unbehindert miteinander leben", "Christen in unserer Leistungsgesellschaft" und die Ökkumenefahrten zu interessanten Zielen in Stadt und land.

Wir hatten über viele Jahre den ökumenischen Flötenkreis mit Frau Herych und Frau Kuhnke. Sicher hat neben diesen Aktivitäten auch der Weltgebetstag der Frauen, der um etliche Jahre älter ist als unser Ausschuss, dazu beigetragen hat, dass wir uns so viel näher gekommen sind.

Und dieses Verständnis füreinander ist für mich das große Plus unserer Begegnungen.

Wir wollen uns weiter engagieren im Weisenauer Ökumene-Ausschuss, denn wie heißt es: "Die Hoffnung stirbt zuletzt", und damit sich irgendwann einmal erfüllt nach Joh. 17, 21-22 ".....sie sollen eins sein, wie wir eins sind". Und wie dieses Eins-Sein aussehen wird, das weiß die Zukunft.

Wir wünschen uns jüngere Mitglieder im Weisenauer Ökumene-Ausschuss. 
Herzliche Einladung!
Auf ein weiter so!

Für den Ökumene-Ausschuss

Anneliese Laubach

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